Moderne Heizungen — auch Gas- und Ölheizungen — brauchen Strom für Pumpe, Steuerung und Zündung. Fällt der Strom aus, ist die Heizung in den meisten Haushalten tot. Im Winter kann das lebensbedrohlich werden.
Das Problem mit der modernen Heizung
Selbst eine Gasheizung, die eigentlich unabhängig vom Stromnetz funktionieren könnte, benötigt in der Realität elektrischen Strom: für die elektronische Steuerung (Regelung, Sicherheitsabschaltung, Brenner-Zündung) und für die Umwälzpumpe. Ohne Strom bleibt es kalt.
Lösung 1: Holzofen / Kaminofen
Der klassische Kaminofen ist die zuverlässigste Blackout-Heizung. Er funktioniert vollständig ohne Strom, produziert auch Wärme zum Kochen (mit Kochplatte oder Topf direkt auf dem Ofen) und hat eine Lebensdauer von Jahrzehnten. Einschränkung: Genehmigung durch Schornsteinfeger, Brennholzlager nötig, Einbau kostet 2.000–5.000 €.
Lösung 2: Katalytofen (Propan/Butan)
Für Wohnungen ohne Kaminofen: ein Katalytofen betrieben mit Propan-Kartuschen oder einer 5-kg-Flasche. Liefert ohne Strom Wärme für ein oder zwei Zimmer. Wichtig: regelmäßig lüften, nicht im Schlafzimmer betreiben (CO-Risiko).
Lösung 3: Raumverkleinerung
Ohne Heizung: alle verfügbaren Wärmequellen in einem Raum konzentrieren. Türen schließen, Fenster mit Decken abdichten, Schlafsäcke und Wolldecken nutzen. Ein kleiner Raum mit mehreren Personen bleibt auch ohne Heizung erstaunlich warm.
Lösung 4: Notstrom für die Heizungspumpe
Eine Powerstation mit 500+ Wh kann eine Heizungspumpe (typ. 50–80 W) viele Stunden betreiben und so die vorhandene Gas/Öl-Heizung am Laufen halten. Lösung für kurzfristige Ausfälle bis 48 Stunden.
Fazit
Wer in einem Eigenheim lebt: ein Kaminofen ist die wichtigste Blackout-Investition überhaupt — für Wärme und zum Kochen. Für Mieter: Katalytofen + Propanvorrat als Backup.