Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BBK) empfiehlt einen Vorrat für mindestens 10 Tage. Die meisten Deutschen haben nichts davon. Wir zeigen was wirklich wichtig ist — und was du aus eigener Ernte ergänzen kannst.
Die BBK-Empfehlung: Was steckt dahinter?
Zehn Tage Vorrat klingt viel. Tatsächlich dauert ein großflächiger Stromausfall (KRITIS-Szenario) oft länger — und genau dann kollabiert die Versorgungskette: Supermärkte werden innerhalb von Stunden leer, Tankstellen ohne Strom funktionslos, Bankkarten nutzlos.
Die BBK-Liste fokussiert auf kalorisch dichte, lagerstabile Grundnahrungsmittel. Wir ergänzen sie mit dem Selbstversorger-Blick: Was aus dem eigenen Vorrat kommt, ist krisenfest per Definition.
Die wichtigsten Kategorien
Wasser: Das A und O
Zwei Liter pro Person und Tag ist das absolute Minimum für Trinken und Kochen. Bei einem Wasserausfall (Pumpen laufen mit Strom) ist das die kritischste Ressource. Empfehlung: 20–30 Liter pro Person als Trinkwasserreserve, plus Regenwassertank für Sanitär und Garten.
Kalorien zuerst
Im Notfall sind Kohlenhydrate dein Freund: Reis, Nudeln, Haferflocken, Mehl. Sie liefern schnell verfügbare Energie, sind günstig und lagerstabil. Kombiniert mit Hülsenfrüchten decken sie alle essentiellen Aminosäuren ab.
Was viele vergessen
- Medikamente: Chronisch Kranke brauchen einen Mehrmonats-Vorrat. Mit Arzt besprechen.
- Babynahrung / Säuglingsanfangsmilch wenn Kleinkinder im Haushalt
- Tiernahrung für Haustiere
- Hygieneartikel: Toilettenpapier, Seife, Desinfektionsmittel, Damenhygiene
- Bargeld: Kartenlesegeräte ohne Strom nutzlos
Selbstversorgung als Blackout-Schutz
Wer einen gefüllten Vorratskeller hat, Gemüse eingeweckt und Getreide gelagert hat, ist für einen Blackout besser vorbereitet als jeder BBK-Vorrat es erlaubt. Selbstversorgung und Krisenvorsorge sind zwei Seiten derselben Medaille.
Fazit
Beginne heute mit dem, was du bereits hast. Ein Einkauf im Monat der gezielt Lagerartikel aufbaut reicht. In 3 Monaten bist du auf 30+ Tage vorbereitet — ohne großen Aufwand.