Die Wirkung der Ringelblume auf Haut und Wunden ist wissenschaftlich gut belegt. Flavonoide, Carotinoide und Triterpene machen sie zu einem der wirksamsten Heilkräuter für die Haut: wundheilend, entzündungshemmend, antiseptisch, beruhigend bei trockener Haut.
Was du brauchst (für ca. 100 ml Salbe)
- 50 ml Calendula-Öl (s. unten)
- 8 g Bienenwachs (Pastillen)
- Optional: 5 Tropfen Lavendel-ätherisches Öl
- Kleine Tiegel oder Weithalsgläser
Schritt 1: Das Calendula-Öl herstellen
Kaltextraktion (beste Qualität, 4–6 Wochen):
- Getrocknete Ringelblumenblüten (nicht frisch!) in Glas geben
- Mit Olivenöl übergießen (Blüten müssen bedeckt sein)
- 4–6 Wochen an einem sonnigen Fensterplatz stehen lassen — das Öl wird wunderschön orangefarben
- Durch Tuch abseihen, gut ausdrücken
Heißextraktion (schneller, 2–3 Stunden): Im Wasserbad bei max. 50°C erwärmen. Niemals kochen!
Schritt 2: Die Salbe rühren
- Calendula-Öl leicht erwärmen
- Bienenwachs hinzufügen und bei niedriger Hitze schmelzen (max. 60°C)
- Konsistenz testen: Tropfen auf kalten Teller. Zu weich → mehr Wachs. Zu fest → mehr Öl.
- Vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen
- Ätherisches Öl einrühren
- In vorbereitete Tiegel gießen, sofort verschließen, vollständig abkühlen lassen
Anwendungsbereiche
- Kleine Wunden und Schürfwunden
- Trockene, rissige Hände im Winter
- Sonnenbrand und Hautreizungen
- Insektenstiche
- Windeldermatitis bei Babys
Haltbarkeit
Kühl und dunkel gelagert: 12–18 Monate. Bei Verfärbung oder unangenehmem Geruch entsorgen.
Fazit
Die Ringelblumen-Salbe ist das erste Projekt für jeden der eine pflanzliche Hausapotheke aufbauen möchte. Einfach herzustellen, vielseitig einsetzbar und ein wunderbares Geschenk.