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Kräuter & Hausapotheke

Tinkturen selbst herstellen: Grundrezept und Anwendungen

M Mark 7. Mai 2026 2 Min Lesezeit

Eine Tinktur ist ein alkoholischer Kräuterauszug — und sie ist die kraftvollste Form Heilpflanzen zu nutzen. Alkohol ist ein hervorragendes Lösungsmittel: Er extrahiert sowohl wasserlösliche als auch fettlösliche Wirkstoffe die im Tee allein nicht verfügbar wären. Das Ergebnis ist konzentriert, haltbar und schnell wirksam.

Das Grundrezept

Du brauchst: Frische oder getrocknete Kräuter, Alkohol mindestens 40 % (Korn, Wodka), verschließbare Glasgefäße, Käsetuch, dunkle Glasfläschchen mit Tropfeneinsatz.

  1. Kräuter vorbereiten: Frische Kräuter zerkleinern und 1 Tag welken lassen. Getrocknete grob zerkleinern.
  2. Verhältnis: 1 Teil Kraut auf 5 Teile Alkohol (1:5)
  3. Kräuter ins Glas, mit Alkohol übergießen bis alles bedeckt ist, gut verschließen
  4. 4–6 Wochen an dunklem, kühlem Ort ziehen lassen, täglich schütteln
  5. Durch Käsetuch abseihen, gut ausdrücken
  6. In dunkle Fläschchen füllen, mit Datum und Inhalt beschriften

Haltbarkeit

Korrekt hergestellt und dunkel gelagert hält eine Tinktur 3–5 Jahre. Ideal für Vorratshaltung der Hausapotheke.

Die wichtigsten Tinkturen

Baldrian-Tinktur (Schlaf): Wurzeln im Herbst graben. Mit 60 % Alkohol. Dosierung: 20–30 Tropfen in Wasser, 30 Minuten vor dem Schlafen.

Echinacea-Tinktur (Immunsystem): Sonnenhut-Wurzeln im Herbst. Mit 60 % Alkohol. Bei Erkältung: 30 Tropfen 3× täglich, max. 10 Tage.

Melissen-Tinktur (Beruhigung): Blätter kurz vor der Blüte. Mit 40 % Alkohol. 20–30 Tropfen bei Unruhe.

Sicherheitshinweise

Tinkturen enthalten Alkohol. Bei Kindern unter 12, Schwangerschaft und Lebererkrankungen nicht einnehmen. Für Kinder: Tropfen in heißem Tee — Alkohol verdampft.

Fazit

Tinkturen sind mächtige Werkzeuge der pflanzlichen Heilkunde. Das Herstellen dauert 5 Minuten — der 6-wöchige Auszug erledigt den Rest.

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