Eine Wurmkiste schafft Küchenmüll in 2–4 Monaten in Dünger — kompakter, geruchloser und gleichzeitig produziert sie Wurmtee, den wirkungsvollsten flüssigen Pflanzendünger den es gibt.
Wie es funktioniert
Rote Californische Würmer (Eisenia fetida) fressen organisches Material und scheiden Wurmhumus aus — 5–10× nährstoffreicher als normaler Kompost, fast geruchlos.
Wurmkiste bauen
Materialien: Holzkiste oder Plastikbehälter (60×40×30 cm), Deckel, Bohrmaschine, Auffangschale, Kokosfaser als Einstreu, 500–1.000 g Rote Californische Würmer.
- 20–30 Drainagelöcher (5 mm) in den Boden bohren
- Belüftungslöcher seitlich oben
- Auffangbehälter darunter stellen
- Feuchte Zeitungsstreifen oder Kokosfaser 10 cm dick einlegen
- Würmer einsetzen
- Kleine erste Fütterung
Fütterung
Lieblingsessen: Obst- und Gemüseschalen, Kaffeesatz, Teesatz, Eierschalen
Niemals: Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Fett, Salz
Mit Vorsicht: Zitrusfrüchte (sauer), Zwiebeln und Knoblauch (starker Geruch)
Pflege
- Feuchtigkeit: Wie ausgedrückter Schwamm
- Temperatur: 15–25°C ideal. Unter 5°C inaktiv. Über 30°C lebensgefährlich.
- Nicht überfüttern! Kleines immer besser als viel auf einmal.
Wurmhumus ernten
Nach 3–4 Monaten: Pyramidentechnik — Humus auf die Seite häufen, Licht meidet Würmer, sie wandern zur Mitte, Humus von außen entnehmen.
Wurmtee: Ultimativer Flüssigdünger
Sammelt sich im Auffangbehälter. 1:10 mit Wasser verdünnen und zum Gießen verwenden. Besser als jeder gekaufte Flüssigdünger.
Fazit
Kompakt, geruchlos bei richtiger Pflege, und produziert den wertvollsten Dünger den du bekommen kannst. Perfekt für Balkongärtner ohne viel Platz.