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Tiere & Kreislauf

Kompost richtig anlegen: Die Grundlage für gesunden Gartenboden

M Mark 10. Mai 2026 2 Min Lesezeit
Kompost

Ein funktionierender Komposthaufen ist das Herzstück des Selbstversorgergartens. Er schließt den Nährstoffkreislauf, verbessert Bodenstruktur, fördert Bodenleben und spart Geld.

Wie Kompostierung funktioniert

Kontrollierter Abbau durch Mikroorganismen, Würmer und chemische Prozesse. Die Mikroorganismen brauchen: Kohlenstoff (braunes Material), Stickstoff (grünes Material), Wasser und Luft. Optimales C:N-Verhältnis: 25:1 bis 30:1. In der Praxis: etwa gleiche Teile braunes und grünes Material.

Was kommt in den Kompost?

Ja: Alle pflanzlichen Küchen- und Gartenabfälle, Kaffeesatz, Teesatz, Eierschalen, Rasenschnitt, Laub, Stroh, Karton (zerrissen)

Nein: Fleisch, Fisch, Milchprodukte (Schädlinge!), kranke Pflanzen, Wurzelunkräuter, Hundekot, behandeltes Holz

Kompost-Systeme

Offener Haufen: Einfachste Variante für große Mengen. Schädlinge können rein.

Holzkomposter: Aus Paletten, sehr günstig, gut belüftet. Für die meisten Gärten ideal.

Doppel-Komposter (Empfehlung): Zwei nebeneinander. Einer aktiv befüllt, einer reifend. Nach 6 Monaten umsetzen.

Schritt für Schritt

  1. Halbschattig, auf der Erde (Bodenkontakt für Würmer)
  2. Grobe Äste unten, dann abwechselnd braun und grün
  3. Bei Trockenheit anfeuchten
  4. Alle 4–6 Wochen mit Gabel umsetzen (Sauerstoff)

Fertig-Kompost erkennen

Dunkle, krümelige Struktur — angenehmer Erdgeruch — Original-Material nicht mehr erkennbar — Umgebungstemperatur.

Kompost einsetzen

  • Gemüsebeet: 3–5 L/m² im Herbst oder Frühjahr einarbeiten
  • Hochbeet: Jährlich 10 cm auftragen
  • Balkon: 20 % in Pflanzerde mischen

Fazit

Kompostierung ist Gärtnern im Kreislauf. Was heute in den Kompost geht, kommt morgen als Nährstoff zu den Pflanzen zurück.