Wasser das einmal durch das Abflussrohr verschwunden ist, geht dem Kreislauf verloren. Dabei enthält Dusch- und Waschwasser kaum Schadstoffe und ist nach einfacher Behandlung problemlos zur Gartenbewässerung nutzbar.
Was ist Grauwasser?
Abwasser aus Duschen, Badewannen, Handwaschbecken und Waschmaschinen. Es enthält Seife, Shampoo und geringe Mengen organisches Material — aber KEIN Fäkalienabwasser (das ist Schwarzwasser).
Rechtliche Situation
Für Gartenbewässerung in vielen Bundesländern erlaubt. Anzeigepflicht in manchen Regionen. Vor Installation immer bei Gemeinde anfragen.
System 1: Direkte Umleitung (einfach, 30–80 €)
Abflussrohr der Waschmaschine direkt auf Gartentank umleiten. Kein Filter, sofort verbrauchen. Nur für Bäume, Sträucher und Zierpflanzen — nicht für Gemüse.
System 2: Filteranlage (mittel, 500–1.500 €)
- Grobsieb für Haare und Seifenreste
- Pflanzenklärbeet oder Sandfilter
- Sammeltank 150–300 L
- Tauchpumpe mit Zeitsteuerung
Liefert bis zu 100 L täglich für Bewässerung.
Welche Pflanzen vertragen Grauwasser?
- Unbedenklich: Obstbäume, Sträucher, Rasen, Blumen
- Mit Vorsicht: Wurzelgemüse — Boden könnte kontaminiert sein
- Nicht empfehlenswert: Blattgemüse das roh gegessen wird
Waschmittel und Reiniger
Unbedingt biologisch abbaubare, phosphat- und borax-freie Produkte verwenden. Chemische Reiniger sind tabu.
Fazit
Grauwasser-Recycling lohnt sich in Regionen mit Wassermangel oder hohen Wasserpreisen. Die einfache Umleitungslösung ist für Gartenbesitzer ein sinnvoller erster Schritt.