In Deutschland fallen im Schnitt 700–1000 mm Regen pro Jahr. Ein Dach von 80 m² sammelt dabei 56.000–80.000 Liter — weit mehr als ein durchschnittlicher Garten benötigt. Regenwasser zu sammeln ist eine der einfachsten Maßnahmen zur Ressourcenunabhängigkeit.
Warum Regenwasser für den Garten besser ist
Leitungswasser enthält Kalk, der für kalkmeidende Pflanzen (Heidelbeere, Rhododendron) problematisch ist. Regenwasser hat Umgebungstemperatur — kein Kälteschock beim Gießen. Und es kostet nichts.
System 1: Regentonnen (150–1.500 L)
Einfachste Variante. Direkt am Fallrohr, Kosten 30–250 €. Installation in 2 Stunden. Ideal für Kleingarten bis 100 m². Nachteil: begrenzte Kapazität, friert ein, kein Druckaufbau.
System 2: IBC-Container (1.000 L)
HDPE-Behälter in Stahlgitter. Sehr günstig (50–120 € gebraucht), stapelbar, mit Auslaufhahn. Wichtig: Nur lebensmittelechte Container! Optisch unschön, aber sehr pragmatisch.
System 3: Unterirdischer Kunststofftank (1.500–10.000 L)
Für Gärten über 200 m². Unsichtbar, konstante Temperatur (kein Einfrieren), kein Algenwachstum. Braucht Tiefbau und Pumpe. Kosten 700–3.300 € inkl. Einbau. Beste Langzeitlösung.
Dimensionierung
Faustregel: Gartenbedarf pro m² Gemüsebeet ca. 30 L/Woche im Sommer. Bei 100 m² und 3 trockenen Wochen: 9.000 L. Empfehlung: 3.000–5.000 L Tank mit Puffer.
Zubehör nicht vergessen
- Fallrohranschluss mit Filter (hält Laub ab)
- Tauchpumpe für Erdtanks
- Überlaufanschluss
Fazit
Beginne mit einer Regentonne und erweitere wenn du den Bedarf kennst. Der Schritt zum Erdtank lohnt sich ab 200 m² Gartenfläche.